Vor 17 Jahren wurde mit O Brother, Where Art Thou? ein verdammt guter Soundtrack veröffentlicht. Produziert wurde der spannende Mix aus Bluegrass, Country, Gospel, Blues und Folk von T Bone Burnett. Nicht ohne Grund wurde der Soundtrack mit drei Grammys ausgezeichnet. Ethan und Joel Coen hätten sich für ihren Film keinen besseren Produzenten holen können.

Der Soundtrack wurde stets als fester Bestandteil des Films verstanden und interessanterweise noch vor den Dreharbeiten aufgenommen. Burnett wollte mit den Songs die Kameraführung beeinflussen, was wunderbar geklappt hat.

Der Großteil des Soundtracks besteht aus neuen Aufnahmen. Zu den älteren Titeln zählt z.B. Harry McClintocks „Big Rock Candy Mountain“ aus 1928. Die 2016 verstorbene Bluegrass-Ikone Ralph Stanley, einer der beiden Stanley Brüder, nahm für den Soundtrack eine A capella Version von „O Death“ auf.

Ein Song, der besonders heraussticht, ist „I Am A Man Of Constant Sorrow“, aus der Feder des halb erblindeten Geigenspielers, Dick Burnett. Auf dem Soundtrack wird der Song von John Hartford gecovert, neben einer weiteren Version der Soggy Bottom Boys (hier übernahm Dan Tyminski den Gesangspart von George Clooney). Auch Alison Krauss‘ „I’ll Fly Away“, Gillian Welch und Chris Thomas Kings Version von Skip James‘ „Hard Time Killing Floor“ sowie Soggy Bottom Boys Wiederbelebung von Jimmie Rodgers‘ „In The Jailhouse Now“ bleiben im Gedächtnis.

O Brother, Where Art Thou? ist eines dieser seltenen Alben, die ein Gesamtkunstwerk sind und nicht oft genug gehört werden können, denn ganz gleich ob man den Film gesehen hat, die Musik wird man lieben.

Der Soundtrack schaffte es auf die Nr.-1 der amerikanischen Albumcharts.

Hört hier den Soundtrack zum Film O Brother, Where Art Thou?:

Ähnliche Artikel auf Country & Co.