Willie Nelson ist ein Outlaw – und auch ein Troublemaker? Zumindest hatte Nelson ordentlich ärger, eh sein Album The Troublemaker 1976 endlich erschien.

Nachdem RCA 1972 keine weiteren Alben mehr von Nelson veröffentlichen wollte, weil dieser sich weigerte, seinen Vertrag vorzeitig zu verlängern, landete er über Umwege bei Atlantic Records und war damit der erste Country-Musiker, der dort unter Vertrag kam. Im Februar 1973 ging der Musiker aus Abbott, Texas, gemeinsam mit dem Produzenten Arif Mardin in das Atlantic Records-Studio in New York City und spielte das Album in nur zwei Tagen ein.

Nun stellte Atlantic Records fest, dass das Album nicht zu dem Label passen würde und lehnte es ab. Nelson veröffentlichte jedoch zwei Alben auf dem Label (Shotgun Willie, Phases and Stages) eh die neugegründete Country-Abteilung dicht gemacht wurde. Schließlich unterschrieb Nelson bei Columbia Records, wo er sich – wohl in kluger Voraussicht – die komplette kreative Kontrolle sicherte.

Das erste Album, das über Columbia Records erschien, war das Konzeptalbum Red Headed Stranger, das ein Megaerfolg wurde und Nelson die erste #1-Platzierung bescherte.

1976 erschien The Troublemaker – endlich. Drei Jahre nach der Aufnahme und vier Alben später. Das Album besteht aus klassischen Gospelsongs, die im Honky-Tonk-Stil gespielt sind. Auf dem Album ist auch Nelsons Schwester Bobbie Nelson am Klavier zu hören.
Die elf Titel starke Platte chartete auf Platz 1 der Country- und auf Platz 60 der Billboard 200-Charts.

Hört hier The Troublemaker von Willie Nelson:

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