Am 26. April 2013 starb der legendäre Country-Sänger George Glenn Jones. Nach Hank Williams gilt er als bedeutendster Singer-Songwriter in der Geschichte des Genres. In seiner sechs Jahrzehnte umspannenden Karriere schrieb Jones rund 900 Songs, von denen er 150 in die Country-Charts brachte (beginnend mit „Why Baby Why“, 1955). Dutzende wurden zeitlose Standards, wie „A Picture of Me (Without You)“, „He Stopped Loving Her Today“ und „If Drinkin‘ Don’t Kill Me (Her Memory Will)“.

Jones wurde nie ein Popstar wie Glen Campbell, dennoch ist sein Einfluss auf andere Americana-Genres kolossal. Unter vielen anderen Musiker-Persönlichkeiten erklärten Bob Dylan, James Taylor, Leonard Cohen, Keith Richards und Robert Plant ihren Hang zu den tief schürfenden, melancholischen Songs des Sängers mit dem Spitznamen Opossum (geschuldet seinen eng stehenden Augen und einer Spitznase). Seine durchdringende Baritonstimme schwang so flexibel wie die E-Saite einer Westerngitarre, kommentierte die New York-Times in einem Nachruf. „Wenn wir könnten, würden wir gern alle wie George Jones klingen“, erklärte Waylon Jennings.

Die Geschichten seiner Songs spiegelten sein eigenes turbulentes und tragisches Leben. Jones war mehrmals verheiratet, zwischen 1969 und 1974 mit der Country-Sängerin Tammy Wynette. Neben Johnny Cash und June Carter sind Jones und Wynette als das eindrucksvollste Paar in die Country-Geschichte eingegangen. Ihre Duette, wie „We’re Gonna Hold On“, „Golden Ring“ und „Near You“ wurden Nr-1-Hits und sind heute Meilensteine.

Hört hier rein in die Duette von Tammy Wynette und George Jones: