Country-Kenner kommen beim Namen Guy Clark ins Schwärmen. Gemeinsam mit Townes Van Zandt gehörte er in den 1970er-und ’80er-Jahren zur Speerspitze der Texas-Troubadour-Bewegung. Er gilt als Wegbereiter des Outlaw-Country-Genres und ebnete den Weg für Lucinda Williams und Steve Earle.

Seine bildstarken Songs, darunter „L.A. Freeway“ und „Desperados Waiting For A Train“, sind oft bekannter in den Versionen anderer Country-Sänger, namentlich Jimmy Buffett, Ricky Skaggs, Rodney Crowell und Lyle Lovett. Vince Gill erreichte 1985 mit Clarks „Oklahoma Borderline“ die Top-10. 2010 machte Kenny Chesney „Hemingway’s Whiskey“ von Clark zum Titelsong eines Albums.

Guy Clark kam 1941 in Monahans, Texas zur Welt. Seine Eltern waren Juristen, und er war als Kind oft bei seiner Großmutter, die ein Hotel führte. Einige der Gäste dieses Hotels tauchten später in seinen Songs wieder auf, wie der Öl-Spekulant Jack Prigg aus „Desperados Waiting For A Train“.

Er wurde 74. Zu Lebzeiten hat Clark 13 eigene Alben veröffentlicht. 2004 zog er in die Nashville Songwriters Hall of Fame ein. 2014 gewann er einen Grammy für sein Album My Favourite Picture Of You.

Clark sei als Songwriter „zu stark um je zu verblassen“, kommentierte der Sänger John Hiatt 2013 im Interview mit dem Magazin American Songwriter. „Seine Songs werden noch lang nach ihm da sein. Sie erreichen dein Herz und sie werden ein Teil von dir.“