Die Singer-Songwriterin Rosanne Cash hat Anfang November ein neues Album veröffentlicht, in dem sie das Wort Feminismus in Großbuchstaben schreibt, wie die Wahl-New-Yorkerin dem Musikmagazin Billboard zu Protokoll gab.

Nach Erscheinen ihres letzten Albums The River & The Thread, das mit drei Grammys ausgezeichnet wurde, hat sich einiges in ihrem Leben verändert. Es sind nur vier Jahre, aber sie fühlen sich so an, als wären Jahrzehnte vergangen, sagte Cash.

Anstelle eines weiteren Konzeptalbums hat sie mit She Remembers Everything ein „Songwriter-Album“ produziert. Nur so hätte die ganze Bandbreite ihrer neuen Songs unterbringen können, die von der gesellschaftlichen Situation in den USA handeln und vom eigenen Reifeprozess, die sich gegen die US-amerikanischen Waffengesetze aussprechen und für die gleiche Behandlung von Frauen. Ein Titel lief bereits in der US-Serie True Detective. Auf „8 Gods of Harlem“ singen Cashs langjährige Freunde Kris Kristofferson und Elvis Costello. Zu „The Undiscovered Country“ motivierten sie ihre vier Töchter und die #MeToo-Bewegung.

Schon länger hält Johnny Cashs älteste Tochter Abstand zur Musikszene in Nashville. Auch wenn sie in den 1980er-Jahren mit Dutzenden Country-Hits im Radio lief, sieht die 63-Jährige sich heute als Americana-Künstlerin. She Remembers Everything ist beim New Yorker Jazz- und Americana-Label Blue Note erschienen. Der Co-Produzent ist ihr Ehemann John Leventhal, bekannt durch seine Arbeit mit Jackson Browne, Willie Nelson, Dolly Parton, Vince Gill und Johnny Cash.

Mit ihrem neuen Album will Rosanne Cash klarmachen, dass „Frauen heute eine Menge zu sagen haben“. Feministin sei kein Schimpfwort, und Feminismus meine nicht nur Protest, sondern auch Liebe. Frauen sind sie Hälfte der Menschheit. Leidenschaft verblasse erst, wenn man dies zuließe, erklärte sie.

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