Bei unseren Nachbarn in Großbritannien boomt Country Music schon seit einigen Jahren. Das vielseitige Genre scheint wie neugeboren und hat sein verstaubtes Image mittlerweile komplett abgeschüttelt. Die Musik, die auch die US-amerikanischen Country-Charts dominiert, wurde von den Briten angenommen. Ob mit oder ohne Cowboyhut, mit oder ohne Twang: das spielt keine Rolle. Denn Country ist wieder in geworden.

Our first ever line up for The Long Road 2018 is now fully loaded with some amazing acts, and it’s looking pretty special 😍 Who are you looking forward to seeing the most?

Gepostet von The Long Road am Dienstag, 14. August 2018

 

Mit The Long Road bekommt UK ein neues, spannendes Festival, das sowohl Country- und Americana-Künstler unter einen Hut bringt. Das Festival findet vom 7.-9. September 2018 auf dem wunderschönen Gelände Stanford Hall bei Birmingham statt. Musikalisch liegt der Fokus auf traditioneller klingendem Country (Lee Ann WomackAngaleena PresleyBrent CobbAaron Watson), neben Country-Pop und -Folk (Carrie UnderwoodThe ShiresThe Wandering HeartsWard Thomas). Auf fünf Bühnen möchte das Festival Country, Americana und Roots Music authentisch feiern und bietet neben dem Musikprogramm viele Aktivitäten für Groß und Klein, z.B. Moonshine und Bourbon Tasting, Songwriting Workshops, Wild Swimming, authentisches Southern Essen, einen Kinderbereich namens Lil Possum County und vieles mehr.

Wir sprachen mit dem künstlerischen Leiter des Festivals Baylen Leonard, der auch für seine Tätigkeit als Radiomoderator bei BBC2 und Chris Country bekannt ist: „Ich glaube nicht, dass ich jemals kein Fan von Country-Musik war! Im Ursprungsort der Country Music, in Bristol, Tennessee/Virginia, geboren und aufgewachsen zu sein, bedeutet, dass sie ein Teil von mir ist. Sie liegt in meinem Blut und meinen Knochen,  ist Teil meiner DNA.“

Die wunderbare Lee Ann Womack Backstage mit Baylen Leonard in Nashville 2018

Beschreibe bitte das Konzept von The Long Road und was die Festivalbesucher im September erwartet!

„Die Idee war es, ein Festival zu schaffen, um Fans von Country, Americana und Roots Music zusammen zu bringen und zu zeigen, wie breit und vielfältig diese Genres sind. Natürlich ist großartige Musik das Herzstück von The Long Road, aber wir wollten auch den Lebensstil und die kulturellen Elemente einbringen, die mit dieser Musik Hand in Hand gehen. So haben wir das Festival in verschiedene Themen eingeteilt, so dass es eine echte Reise für die Besucher ist. Man kann Americana in „Crossroads County“ hören und in einem unserer Workshops Holzarbeiten oder Silberschmieden machen. Man kann nach „Rhinestone County“ fahren, um kommerzielle Country Music zu hören, an der „Front Porch“ Bühne anhalten, um ein paar upcoming Acts zu hören und etwas Moonshine zu trinken, oder in unserem „Honky Tonk“ mit großartiger Live-Musik ein kleiner Rowdy werden. Auch spielt authentisches Essen eine große Rolle beim Festival!“

Wir hören immer wieder, dass der deutsche Markt „wie Großbritannien vor 10 Jahren“ ist, was uns ja Hoffnung macht. Was ist in Großbritannien passiert, das Country Music wieder ’sexy‘ gemacht hat und auch ein junges Publikum erreicht hat?

„Da ich aus Tennessee komme, war Country immer ’sexy‘ für mich, und ich war in meinen 17 Jahren in Großbritannien damit beschäftigt, das allen zu sagen, die es hören wollten! Ich glaube, Taylor Swift hatte viel damit zu tun, um ehrlich zu sein. Plötzlich hörten Teenager ihr zu und verbanden sich mit dem, was sie zu sagen hatte, und es spielte keine Rolle, welches Genre es war. Als sie merkten, dass es Country war, begannen sie das Genre zu entdecken und fanden mehr Musik, die ihnen gefiel. In der Zwischenzeit entstanden auch viele coole Roots- und Americana-Bands in Großbritannien, diese Szene brodelte immer wieder, und jetzt bekennen sich viele Leute als Country-Fans oder Americana-Fans. Künstler wie Dolly Parton und Loretta Lynn hatten schon immer eine große Fangemeinde über Klassen-, Genre- und geographische Grenzen hinweg. Außerdem denke ich, dass sich die Art und Weise, wie wir Musik hören, geändert hat. Man kann alle Arten von Musik erkunden, ohne sich auf ein Genre festlegen oder ein ganzes Album kaufen zu müssen. Es gibt also mehr Möglichkeiten, Country Music zu entdecken. In Kombination mit der TV-Serie Nashville, das C2C-Festival und weiteren Künstlern, die die Reise nach Europa antreten, hast du den perfekten Aufschwung.“

Beeindruckende Festival-Kulisse: Das Stanford Hall in Leicestershire bei Birmingham

Welche Künstler sind dein persönliches Highlight von The Long Road und warum?

„Nun, das Tolle an der Kuratierung eines Festivals ist, dass jeder, den ich buche, ein Favorit ist!  Das persönliche Highlight für mich ist, dieses Ding, das so lange in meinem Kopf war, Wirklichkeit werden zu lassen, um es mit allen zu teilen und Fans der Musik zusammenbringen zu können.“

Tagestickets gibt es ab nur 47,50 Pfund, Wochenend-Tickets inkl. Camping ab 125 Pfund. Die Redaktion von Country & Co. ist von dem Festival-Konzept ganz angetan und wird es im September besuchen. Vielleicht sehen wir uns dort?

Weitere Infos zum Festival und zu den Tickets findet ihr hier.

Hört hier rein in die Songs der Künstler die beim Festival dabei sind: