In Europa ist er erst einmal aufgetreten, jetzt kommt der Country-Newcomer Tyler Childers zum ersten Mal überhaupt nach Deutschland – präsentiert von Country & Co. Der 25-jährige Singer/Songwriter aus Kentucky wird im Rahmen der Promotion zu seinem aktuellen, zweiten Album Purgatory, das am 5. Januar 2018 in Deutschland erscheint, zwei exklusive Clubshows in Hamburg und Berlin spielen.

Tyler Childers hat das Musizieren von der Pike auf gelernt: In Lawrence County (im östlichen US-Bundesstaat Kentucky) ging der Sohn eines Arbeiters und einer Krankenschwester früh in den örtlichen Kirchenchor. Mit 13 Jahren entdeckte er die Gitarre und das Songschreiben für sich. In Paintsville/Kentucky beendete er 2009 die High School, während er schon in diversen lokalen Clubs Auftritte hinlegte. Mit 19 Jahren erschien 2011 dann in Eigenregie sein Debüt Bottles And Bibles. 

Sein Durchbruch gelang ihm 2017 mit dem zweiten Werk Purgatory, das am 4. August 2017 auf den US-Markt kommt (das Album erscheint am 5. Januar in Deutschland). Es wurde produziert von den Grammy-Gewinnern Sturgill Simpson und David Ferguson (Johnny Cashs Engineer) im Butcher Shoppe in Nashville. Simpson ist genauso darauf zu hören wie Childers Freund Miles Miller am Schlagzeug. Der ist auch verantwortlich für die Zusammenstellung der Band: die Multiinstrumentalisten Stuart Duncan, Russ Pahl, Michael J. Henderson und Bassist Michael Bub. Das Album debütierte auf Nr. 1 der Billboard Heatseekers Charts, auf Nr. 17 der Country Album Charts und auf Nr. 4 der Americana/Folk Album Charts.

Tyler Childers veröffentlicht am 5. Januar sein von Sturgill Simpson produziertes Album Purgatory

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr, denn Childers schreibt über das, was er am besten kennt: seine Heimat. Diese Authentizität wird von vielen seiner Fans honoriert. Wie viele Singer-Songwriter ist es auch Tyler Childers gelungen, auf seinem zweiten Album die Menschen, Orte und legendären Momente einzufangen, mit denen sich die Zuhörer identifizieren können. Purgatory ist ein Album, das zu gleichen Teilen modern, aber auch historisch gewachsen ist wie die berühmten Berge in Childers Heimat, die Appalachen, in denen die Geschichten seiner Songs spielen. Das semiautobiographische Werk zeigt den Weg eines jungen Mannes von seiner Kindheit bis zur Ehe, traditionell erzählt in der Story einer dunklen Südstaaten-Legende, mit einem klassischen Antihelden. Purgatory ist wie ein Chiaroscuro-Gemälde, mit dunklem und hellem Rand. Dort gibt es Läuterung und Erlösung. Sünde und Versuchung. Mord und Betrug. Dämonen und Engel. Mondlicht und Kokain. Alles das ist zu sehen auf der großen, farbreichen Leinwand von Eastern Kentucky.

Zu gewissen Themen gehört ein gewisser Sound. Aber wie klingt der Mountain-Sound der Appalachen? Es ist ganz einfach, wenn man auf seinen Instinkt hört, meint Childers: „Ich habe ein Album über das Leben in den Bergen geschrieben“, erklärt er. „Ich wollte unbedingt diesen grobkörnigen Mountain-Sound. Aber gleichzeitig wollte ich auch eine moderne Version davon, damit eine jüngere Generation ebenfalls zuhören kann, also die Leute, mit denen ich aufgewachsen bin. Im Prinzip wollte ich ein Album machen, das ich selbst hören möchte.“

Tickets für die Konzerte im Januar 2018 gibt es z.B. hier.

Mo. 22.01.2018 Hamburg / Prinzenbar
Di. 23.01.2018 Berlin / Privatclub

Hört hier rein in Tyler Childers aktuelles Album Purgatory: