Als Lionel Richie im Frühjahr 2012 Tuskegee veröffentlichte, da waren seine Mega-Erfolge der 1970er und 80er-Jahre in Vergessenheit geraten: seine Ära als Leadsänger der Commodores und sein Jahrhundertsong „All Night Long (All Night)“. Richie machte es wieder richtig, erfand sich neu und enthüllte seine musikalischen Wurzeln im Country.

Sein zehntes (und bis dato jüngstes) Solo-Album widmete der fünffache Grammy-Gewinner seiner Heimatstadt Tuskegee in Alabama und veröffentlichte darauf 13 seiner größten Hits in neuen Arrangements, die er mit den größten Countrystars einspielte: darunter Jennifer Nettles von Sugarland, Jason Aldean, Tim McGraw, Blake Shelton, Rascal Flatts, Kenny Chesney, Billy Currington, Little Big Town, Shania Twain, Kenny Rogers, Willie Nelson und Jimmy Buffett.

Damit traf Richie erneut den Nerv, erreichte Platz 1 der US-Charts und landete ein riesiges Comeback: Erst mit Tuskegee (Deutschland: Platz 7) konnte er an den Erfolg seines 1986er-Hit-Albums Dancing On The Ceiling anknüpfen. Tuskegee habe ein Deja-Vu-Feeling, kommentierte die Musikplattform AllMusic, „die Umgebung klingt neu, aber die Songs fühlen sich vertraut an“.

Nicht unwahrscheinlich ist, dass der afro-amerikanische Sänger Darius Rucker (Hootie and the Blowfish), der wenige Monate zuvor sein bereits zweites Country-Album veröffentlichte, Richie zum Genre-Crossover inspirierte. Rucker und Richie singen den Song „Stuck On You“ von Tuskegee: ein Meilenstein!

Hört hier rein in Tuskegee: