Mel Tillis starb am vergangenem Sonntag nach langer Krankheit im Alter von 85 Jahren in Ocala, Florida. Der 1976 von der CMA zum „Entertainer Of The Year“ gewählte Sänger und Songwriter war bekannt für Hits wie „I’m Tired“, „Detroit City“ (Bobby Bare) und „Ruby, Don’t Take Your Love to Town“ (Kenny Rogers).

Geboren wurde Lonnie Melvin Tillis 1932 in Tampa, Florida. Im Alter von drei Jahren begann Tillis zu stottern, als Ursache wurde eine Malaria Erkrankung vermutet. Die verbalen Probleme wurden Fluch und Segen zugleich. Seinen ersten Job bei der Eisbahn verlor er, weil er dem Ingenieur die Lichtwechsel nicht schnell genug mitteilen konnte. Als er 1951 zur Armee ging, wollte er Pilot werden, und auch hier machte ihm das Stottern einen Strich durch die Rechnung. So wurde er schlussendlich Bäcker.

Während seiner Zeit beim Militär gründete er seine erste Band. Tillis hatte schon früh gemerkt, dass er, wenn er vor anderen als Unterhalter auftrat, weniger stotterte. Als 1956 „I’m Tired“ von Webb Pierce die Charts stürmte, änderte sich auch Tillis leben. Den Song hatte er gemeinsam mit Ray Price and Buck Peddy geschrieben und der Erfolg führte dazu, dass Pierce den jungen Songwriter bei seinem Musikverlag unter Vertrag nahm. 1958 folgte dann der Vertrag bei Columbia Records und seine Debütsingle „A Violet and a Rose“.

In den folgenden Jahren folgten die ersten Hits. Tillis Karriere erreichte 1976 mit der Auszeichnung zum Entertainer Of The Year und die Aufnahme in die Songwriters Hall Of Fame in Nashville ihren Höhepunkt.

Neben seiner Tätigkeit als Songwriter und Sänger, bewies Tillis – der im Übrigen der Vater von Pam Tillis ist – in Serien und Filmen wie Cannonball Run, Uphill All the Way oder Dukes of Hazzard sein schauspielerisches Talent.

Am 19.11.2017 ist mit Mel Tillis ein toller Künstler verstorben.

Hört hier einige von Mel Tillis besten Songs:

Ähnliche Artikel auf Country & Co.